Zwischen braunen Zähnen die kalte Pfeife
geklemmt, schärfte er seine Sensen.
Er trat auf das Pedal
mit dem Lederriemen
der einen großen runden Schleifstein
durch eine Pfanne Wasser rotieren liess
und drückte die Schneideseite der Sense
gegen den glatten Stein und schleifte
sie hin und zurück.
Hin und wieder rieb er seinen Daumen
vorsichtig über die Schneide und
murrte - nie scharf genug.
Er brauchte lange bis er eine Sense
nach der anderen geschärft hatte
und bis vier lange Messer hinter ihm
an der Stallwand lehnten
deren blaue Schärfe in der
Nachmittagssonne glänzte.
Zehn Hektar mussten gemäht werden.
Um drei Uhr morgens
verließ er schweigend das Haus
und steckte einen besonderen Hand Schleifstein
in die Hosentasche.
Bedacht nahm er die Sensen über die Schulter
legte den Arm über die langen Stile
und drückte auf das Querholz.
Er brummte kurz und machte sich zum Feld auf
eine Stunde entfernt.
Er sah wie eine mystische Figur aus
in der nächtlichen Morgenstunde,
als er mit wankenden Schritten verschwand
vier scharfe Messerspitzen so nahe
sie ritzten fast seine Waden.
Ein starker Mann,
vom Leben und harter Arbeit gebeugt
ein Vater Tod in einem Dürer-Gemälde.